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Journal

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Notes from the build, shorter texts and editorial field reports

What belongs in the journal?

The journal is for shorter entries: project notes, observations, publication updates, process snapshots and in-between texts that do not need the weight of a long-form essay.

How is it different from essays?

Essays carry the deeper, more complete arguments. Journal entries can be faster, rougher and closer to the workshop table, while still remaining editorially meaningful.

Will there be multilingual journal posts?

Yes. English is the base language, and the platform is already configured for Welsh, French and German translations so that selected journal pieces can be carried across languages.

Why expose the process publicly?

Because the making of a platform is part of the work itself. The journal allows readers to see how the architecture, editorial choices and AI workflows evolve over time.

What can appear here later?

Release notes, translation updates, research fragments, excerpts, visual studies, short reflections and operational notes from the publishing system all fit naturally into the journal.

How does the journal support the platform?

It creates rhythm. Essays and books arrive less frequently, but journal pieces keep the site alive, test editorial workflows and build the bridge between architecture and audience.

Is the journal only technical?

No. Technical notes belong here, but so do cultural observations, symbolic threads, image prompts, language questions and fragments that may later expand into essays or chapters.

What is the long-term role of the journal?

Over time it becomes the living edge of the platform: the place where motion is visible before it settles into finished essays, books, archives or automation modules.

What is the Pilgrim's Credential and how do I get one?

The Pilgrim's Credential, or Credencial del Peregrino, is a document you collect stamps in as you progress along the route. It is required for staying in albergues and serves as proof of your journey when collecting your Compostela Certificate upon arrival in Santiago.

Vor 27 Jahren war die erste Hanfparade...

Vor 27 Jahren war die erste Hanfparade...

und ich war mit einem Freund dabei, um das Unrecht welches hier lange begangen wurde, endlich durch Demokratie aus der Welt zu schaffen. Wir fuhren mit einer Gruppe am Abend vorher los und über Nacht nach Berlin, früh morgens kamen wir am Alexanderplatz an und holten uns erst einmal Frühstück.

Nachdem wir von einem Spaziergang zurückgekehrt waren, bemerkten wir, dass sich der Parkplatz neben dem Alexanderplatz mit Paradewagen gefüllt hatte. Jeder war damit beschäftigt, seinen Wagen für die bevorstehende Parade herzurichten und dabei die jeweilige Musikanlage zu testen. Inmitten dieses geschäftigen Treibens entfaltete sich eine fröhliche Atmosphäre, die ein unvergessliches Erlebnis schuf und gleichzeitig ein lebendiges Bild der Cannabiskultur malte. Ein besonderes Ereignis möchte ich Euch hier gerne schildern:

Ein älterer Skinhead, in voller Montur, näherte sich einer Gruppe von Punks. Einer der Punks bemerkte ihn und bereitete sich zusammen mit einigen anderen defensiv vor. Ihre Haltung war defensiv, denn sie schienen überrascht, aber friedlich. Der Skinhead sagte lediglich: „Ihr habt eine Bong, und ich habe Material. Lass uns zusammen was rauchen.“ Die Punks umarmten ihn, und alle feierten gemeinsam. Sie ließen nicht nur ihre Differenzen für die Zeit beiseite, sondern nutzten das gemeinsame Kiffen auch, um in Ruhe über ihre verschiedenen Ansichten zu reden.

Als unser Paradewagen sich in Bewegung setzte, konnte ich kaum glauben, dass es wirklich in Ordnung sein sollte, die Bong auszupacken und anzufangen, die Mischung vorzubereiten. Doch ein Organisator versicherte, dass es an diesem Tag toleriert werde. Eine Dame über 50 beobachtete, wie ich begann, und warf ein Stück Hasch in die Schale, mit der Bitte, auch für sie einen Kopf zu bereiten. Ich, damals jugendlich und voller Faszination, mischte weiter, als der Wagen abrupt stoppte. Durch einen Schlitz sah ich zwei Polizisten, die zu mir, dann zur Mischschale und zur Bong blickten, die mein Freund bereits vorbereitet hatte. In einer langen Minute der Stille erwartete ich eine Reaktion – doch als der Wagen weiterfuhr und die Polizisten nichts unternahmen, begann ein Gefühl der Erleichterung, das ich zum ersten Mal so verspürte.

Dort standen wir dann am Brandenburger Tor und es feierten Millionen Menschen diese wunderbare Pflanze, der gesamte Tierpark war voll und überall saßen Gruppen aus verschiedensten Leuten zusammengemischt, um gemeinsam zu kiffen. Das war für mich ein Ereignis wie Woodstock, es war ergreifend. Ich hatte dann später aufgehört zu rauchen als ich noch einmal studierte und mich dann mit meiner Firma selbständig gemacht hatte, da es die Gesellschaft einfach leider noch nicht annehmen wollte. Nun heute Nacht als ich auf X die ersten Videos vom Brandenburger Tor sah, 27 Jahre später, und eine ebenso riesige Menge an Menschen, die Entkriminalisierung feierte, mit einer Stimmung wie beim Mauerfall, kamen mir die Tränen, auch jetzt als ich dies schreibe bin ich erneut ergriffen. Ein noch größeres Gefühl der Erleichterung. Endlich ein Stück Freiheit für die Cannabiskultur in Deutschland!

Heute, nach 27 Jahren, wurde nun endlich Cannabis entkriminalisiert und wir, mit wir meine ich den Weedmob(mehr dazu weiter unten), sind auf dem richtigen Weg, durch die komplette Legalisierung, welche wir anstreben, wirkliche Aufklärung zu betreiben. Hier ein wenig zur Geschichte der Hanfparade:
Die Hanfparade 1997, die erste ihrer Art, war ein bedeutsames Ereignis, das mit dem Ruf "Legalisierung jetzt!" und der Vision "Mit Hanf in die Zukunft" die kulturelle Vielfalt und das ökologische Potenzial von Hanf hervorheben wollte. Sie fand vor dem Brandenburger Tor statt und vereinte Musik, politische Reden und einen Markt für Hanfprodukte, um über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Hanf aufzuklären und für seine Legalisierung zu demonstrieren. Dieses Event markierte den Beginn einer langjährigen Bewegung, die letztlich zur Entkriminalisierung von Cannabis führte. Mehr über diese geschichtsträchtige Veranstaltung findest du auf der offiziellen Website der Hanfparade.

In der Vergangenheit hatte ich den Wunsch, aktiver in der Bewegung zu sein, doch das Leben führte mich auf andere Wege. Seit einigen Wochen bin ich jedoch wieder engagierter und seit Jahresbeginn Mitglied im Hanfverband. Um klarzustellen, dass hinter unserem Engagement echte Menschen stehen, habe ich meinen tatsächlichen Namen für Emailaktionen verwendet, da fälschlicherweise angenommen wurde, es handele sich um Bots. Auch auf der Plattform X, dem Nachfolger von Twitter, bin ich aktiv beteiligt. Diese Plattform unterliegt keiner Zensur wie manch andere; stattdessen gibt es sogar die gut funktionierende Möglichkeit, Falschinformationen zu bewerten und zu kommentieren. Ihr findet uns dort unter dem Hashtag #Weedmob. Zu dem Weedmob zählen viel Aktivisten, u.a. auch der Hanfverband, Jugendrichter Andreas Müller, CSCs und viele Einzelaktivisten. Wir erweitern gerade unser Engagement auch auf andere europäische Länder, momentan insbesondere auf Frankreich und Österreich. Wer einen Beitrag leisten möchte oder passiv dabei sein und sich nur informieren will, ist herzlich Willkommen sich uns anzuschließen!

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